Guadeloupe & Dominica

Guadeloupe & Dominica

Paradiesische Inselwelten der Karibik

von Michele Bochmann 18. - 27.11.2018

Bisher war ich noch nicht in der Karibik und die Kleinen Antillen, also die kleinen Inseln, die sich von Nord nach Süd im Osten der Karibik aufreihen, ein unbekannter weißer Fleck auf meiner persönlichen Landkarte. Somit war die Freude riesengroß - ich durfte mit 20 weiteren Reisebüromitarbeitern die beiden karibischen Inseln nach Guadeloupe und Dominica kennenlernen. Die "Schmetterlingsinsel" Guadeloupe bietet auf beiden Flügeln die unterschiedlichsten Landschaften. Traumstrände, beeindruckende Felsklippen, Tropenwald wechseln sich ab. Hier trifft karibische Lebensart auf französischen Standard. Und Dominica, ein Naturparadies und das "grüne Juwel der Karibik" besticht durch weite Regenwälder, herrliche Strände und eine atemberaubende Tierwelt.

1. Tag - Anreise nach Guadeloupe:

Flug ab Berlin-Tegel mit Air France und Umsteigen sowie Flughafenwechsel - in Paris. Aber dank der super Ausschilderung am Flughafen fanden wir problemlos den Weg zum Bus und zum Flughafen Orly. Dort mussten wir erneut das Gepäck abgeben und schon ging es in 8 Stunden in das Überseedepartement Guadeloupe. Bei der Ankunft war es leider bereits dunkel, doch die immer noch tropischen Temperaturen und das freundlich eingerichtete Zimmer im Hotel "Fort Royal" in Deshaies auf der westlichen Insel Basse-Terre ließen den langen Flug schnell vergessen. Deshaies spricht man übrigens der Einfachheit halber auf Kreolisch "Deee" aus.

Tag 2 Basse Terre – Fahrt mit dem Glasbodenboot – botanischer Garten

Der erste Morgen in der Karibik beginnt mit einem traumhaften Meerblick. Nach dem reichhaltigen Frühstück besichtigen wir unser Übernachtunsghotel, das "Langley Resort Fort Royal". Eine hübsche Bungalowanlage mit drei Strandbuchten - eine davon wegen Strömungen nicht zum Schwimmen geeignet, aber toll für Spaziergänge - mit einer Wassersportstation, einem Pool,  Kidsclub, einer Bar & einem Restaurant mit Meerblick. Endlich geht es los und wir lernen die Insel kennen: Entlang der Westküste  gehts nach Süden, und wir legen einen Stop an der "Habitation Grande Anse" ein, einer Apartmentanlage in der Nähe des längsten Strandes (ca. 1,5km) von Basse-Terre. Tolle kleine Anlage, ideal für Selbstversorger.Bei strömendem Regen (damit ist in der Karibik immer mal zurechnen) kommen wir an der Tauchbasis in Malendure an. Nun geht es auf unser Glasbodenboot und wir fahren raus auf´s Meer. Nach einer kurzen Überfahrt erreichen wir Ilet Pigeon, eine vorgelagerte Insel, wo wir mit Flossen, Schnorchel und Maske ausgestattet mit der Unterwasserwelt auf Tuchfühlung gehen dürfen. Die Sicht war super und ich habe über 20 verschiedene Fischarten gezählt. Auch eine Schildkröte habe ich gesehen! Das Highlight des Tages ist der Botanische Garten in Deshaies: eine wunderschöne grüne Anlage. Besonders die unzähligen quietschbunten Vögeln haben es mir angetan. Sie setzen sich neugierig auf Köpfe, Arme und Taschen. Das Mittagessen mit Blick auf den kleinen Wasserfall war großartig. Nun war auch die Sonne zurück und die Farbenpracht der Pflanzen kam noch besser zur Geltung.

Tag 3: Rumverkostung Planteur – Flußkrebswasserfall – Point-a-Pitre

Der nächste Tag beginnt mit der Besichtigung einer Rum-Destillerie - natürlich mit Verkostung der unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Ich halte mich, wie der Rest meiner Kolleginnen/Kollegen, zurück und selbst unserem Reiseleiter Bruno ist es um 9 Uhr für das Nationalgetränk "Planteur" eigentlich zu früh... Der "Planteur" ist bei uns als "Planteur's Punch" bekannt. Hier wird der Rum mit Grenadine-, Zitronen- und Orangensaft gemixt - Aber Achtung! Sehr Süffig! Das Besondere des Rums von Guadeloupe und Martinique: er wird nicht aus der Melasse (dem Abfallprodukt) hergestellt, sondern aus dem Zuckerrohr selbst. Außerdem unterliegt die Produktion den strengen französischen Richtlinien. Viel Alkohol im Blut ist ohnehin nicht ratsam, denn nun ging es in die Mitte von Basse-Terre in den Regenwald zum Flusskrebswasserfall. Die Straßen auf Guadeloupe sind übrigens in gutem Zustand und genauso wie im Rest Frankreichs beschildert. Ein Mietwagen ist absolut empfehlenswert! Nur die Rush-Hour morgens in Richtung Point-a-Pitre bzw. abends zurück sollte man möglichst meiden. Direkt nach der Brücke zur Nachbarinsel Grande-Terre liegt die Haupstadt von Guadeloupe, Point-a-Pitre. Hier besuchten wir das Sklavenmuseum. Hier sollte man viel Zeit einplanen – es ist sehr interessant. Das Mittagessen nehmen wir  mit Blick auf den Yachthafen ein. Da wir natürlich nicht nur Ausflugsziele unseren Kunden empfehlen sollen, sondern auch Unterkünfte testen, standen auch heute drei Hotelbesichtigungen auf dem Programm. Begonnen haben wir auf Grande-Terre in der "Auberge de la Vieille Tour". Schon allein der Blick von der Lobby aufs Meer war atemberaubend! Die beiden Nachbarhotels "Karibea Beach Resort" und "La Créole Beach Hotel & SPA" liegen ebenfalls in Le Gosier und haben jeweils eine eigene künstlich angelegte - dafür wellengeschützte und flach abfallende - Badebucht. In dem "La Créole Beach Hotel & Spa" verbringen wir zwei Nächte und sind absolut begeistert von Service, Essen und Ausstattung des Hotels.

Tag 4: Markt in St. Anne – La Douche – Pointe des Chateaux

Unser Tag beginnt mit einem einheimischen Marktbesuch an einem der schönsten Strände der Insel Guadeloupe, in St. Anne. Ob ein eisgekühlter hausgemachter Saft, Planteur, frisches Obst, Gewürze oder handgemachte Souvenirs – es ist für jeden etwas dabei. Leider reicht die zeit nicht für einen ausgiebigen Bummel, denn schon warten die nächsten vier Hotels auf unsere Besichtigung. Jede Anlage ist wunderschön und es ist für jeden Geldbeutel das Passende dabei. Dusche gefällig? Entlang der Südküste in Richtung Westen stoppt plötzlich unser Busfahrer und die Reiseleiterin führte uns über einen versteckten Pfad zu "La Douche", einem natürlichen Pool mit regelmäßiger Abkühlung von oben. Dank fehlender Beschilderung an der Straße noch immer ein Geheimtipp! Am besten vorher in GoogleMaps heraussuchen und als Favorit markieren! Ein absolutes Highlight und mein Lieblingsort auf dieser Reise: "Pointe des Chateaux", der östlichste Zipfel von Grande-Terre. In der Ferne erkennt man die kleine Nachbarinsel La Désirade. Ein Ort zum Verlieben. Eine grandiose Aussicht und ein handgemachtes Kokos-Sorbet – mehr brauch es nicht zum Glücklichsein auf Guadeloupe.

Tag 5: Katamaranfahrt, Schnorcheln und Flug nach Dominica

Nach so vielen Hotelbesichtigungen und Eindrücken haben wir einen Ruhetag verdient. Es geht mit einem Katamaran zum längsten Riff der kleinen Antillen! Dieser Segeltörn bietet alles: entspannte Ruhe an Bord mit einer sanften Brise in den Segeln, bunte Fische beim Schnorcheln an einem Wrack und am Korallenriff, Robinson Crusoe Feeling auf der kleinen Sandinsel Ilet Caret. Die zweiköpfige Crew kümmert sich mit leckerem Essen und natürlich dem obligatorischen "Planteur" sehr herzlich um uns. Ein perfekter Tag. Wehmütig nehmen wir abends Abschied von Guadeloupe und steigen in den kleinen Flieger der Air Antilles nach Dominica. Auf zu "The Nature Island"...

Tag 6: Dominica - Boots-Safari auf dem Indian River

Nach einer kurzen Nacht begrüßte uns Dominica mit perfektem Wetter. Check-In im Hotel "Fort Young" und als erstes: die Balkontür auf: der Meerblick vom Zimmer ist grandios. So beginnt der Tag herrlich! Jetzt erstmal ein paar Hotelbesichtigungen bevor es am Nachmittag auf Boots-Safari auf dem breitesten Fluss von Dominica, dem Indian River, geht. Die Fahrt durch die Mangroven war sehr toll. Auf dem befahrbaren Teil des Flusses wurden auch einige Szenen für „Fluch der Karibik 2“ gedreht.

Tag 7: Emerald Pool – Kalinago-Territory

Der nächste Morgen hält gleich das erste große Highlight für uns bereit: Balkontür auf und da stand Sie in voller Schönheit – die AIDAperla. Das beeindruckende Schiff lag direkt vor unserem Hotel im Hafen von Roseau - der Hauptstadt von Dominica. Der nächste Höhepunkt des Tages– der Emerald Pool. Ein ruhiges Natur-Wasserbecken mit kleinem Wasserfall im unberührten Regenwald. Mein Tipp: Zeitig aufstehen und vor den anderen Urlaubern ankommen und ein erfrischendes Bad nehmen. Der Weg bis zum Pool selbst ist etwas beschwerlich, lohnt sich aber. Weiter geht es und es steht die Besichtigung des Kalinago-Territory an. Wir sind zu Besuch bei den Ureinwohnern der Insel. Am späten Nachmittag besichtigen wir noch einige Hotels und fallen abends erschöpft ins Bett.

Tag 8: Nationalpark Morne Trois Pitons – Titou Gorge – Trafalgar-Falls

Heute steht die Natur der grünen Insel Dominica im Mittelpunkt. Unser erster Halt ist am Freshwater Lake. Der See ist vulkanischen Ursprungs und liegt im Nationalpark Morne Trois Pitons. Leider ist es heute Morgen sehr nebelig und wir sehen vom See nicht viel. Weiter zum „Titou Gorge“. Eine malerische Schlucht mit einer kleinen Badestelle. Zwischen zwei Felswänden gibt es einen engen Spalt durch den man gehen kann. Das Erlebnis und die Beobachtung des Licheinfalls ist beindruckend. Festes Schuhwerk udn eine Trittsicherheit sind wichtig – der Weg ist sehr rutschig. Bei der Busfahrt über die Insel – man sieht noch viele kaputte Dörfer und Straßen, welche durch den Hurrikan Maria im Herbst 2017 zerstört wurden. Wir müssen einige Umwege fahren, da manche Straßen komplett zerstört sind. Mit einem Mietwagen sollte man hier nicht auf eigene Faust los, lieber einen Fahrer/Reiseleiter zur Seite nehmen. Es gibt auch nur wenige Schilder an den Straßen und es herrscht Linksverkehr. Das nächste Natur-Highlight ist wohl auch mit das Größte, was die Insel zu bieten hat: die „Trafalgar-Falls“. Die beeindruckenden Zwillingswasserfälle werden unter anderem zur Stromerzeugung für den anschließenden Ort Trafalgar genutzt. Ein Naturschauspiel der Superlative. Auf dem Heimweg besichtigen wir noch die "Jungle Bay Eco Villas". Eine wunderschöne Hotelanlage, welche sich gerade im Neubau befindet. Die Hotelanlage wurde durch den Hurrikan Maria 2017 komplett zerstört. Der Hotelier baut nun mit viel Liebe das Hotel an einem anderen Standort wieder neu auf. Es sieht bereits alles sehr vielversprechend aus und ich bin mir sicher, dass die Anlage ein absoluter Urlaubstraum wird.

Tag 9:  Dominica - Guadeloupe - kurze Erholung am Strand von Le Gosier – Heimflug nach Berlin

Heute klingelt der Wecker bereits um 02:00 Uhr morgens. Wir fliegen mit Air Antilles zurück nach Guadeloupe. Dort angekommen, checken wir im Hotel „La Creole Beach Hotel & Spa“ ein und genießen ein leckeres Frühstück. Der letzte Tag dient noch ein bisschen zur Entspannung, schließlich haben wir einen 8-stündigen Nachtflug vor uns. Also schnell die Badesachen aus dem Koffer ziehen und ab an den Strand. Mit dem Blick auf das Meer und Sonnenschein im Gesicht genießen wir den letzten Tag. Nun heißt es Abschied nehmen von Guadeloupe und Dominica: Zwei traumhafte Inseln, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jede für sich ein ganz besonderes Reiseziel. Eine wunderschöne Reise in die Karibik geht zu Ende, eine Reise welche ich nie vergessen werde.

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